5. Die autodidaktische Literaturarbeit von Veit Keller aus?

Wie bei den anderen Künsten, ist Veit Keller auch bei seiner Literaturarbeit ein Autodidakt. Die Lust am Ausdenken von Geschichten war bei ihm bereits in früher Kindheit sehr ausgeprägt. Mit Erlangen der Fähigkeit, Worte typografisch festzuhalten, folgten erste schriftliche Bemühungen. Das Thema der Schriftstellerei und der Dichtkunst beschäftigte Veit schon immer. Das Schreiben war  bis zu Veits Jugendzeit  ein eher latent "freimusisches" Thema und seiner Malerei stets untergeordnet. Tatsächlich entwickwelte Veit recht spät seinen eigenen Stil in diesem Handwerk. Erst im gehobenem Jugendalter kam das Interesse für Belletristik zustande. Die Lyrik entwickelte sich bei Veit etwas früher. Seine ersten eigenen Geschichten zeugen von einer großen Experimentierfreudigkeit mit der Sprache und gingen z.T. in die verschiedensten Sujets und Textgattungen. In einem sehr langen und unterbewussten Prozess entwickelte sich so Veits Schreibstil. Dieser Vorgang kam allein durch die Tätigkeit des Schreibens und nur gering von äußerer Einflussnahme bedingt. Insofern war es für Veit auch ein Prozess des ständigen Aneckens und Korrigierens, ein Prozess des Korrigierens und Überdenkens und auch ein Prozess des ständigen Neubeginns und Neuversuchs. Veit entwickelte so einen sehr innigen und lebendigen Umgang mit der Sprache selbst und nicht nur mit dem Handwerk der Schriftstellerei.


Die Literatur von Veit Keller ist gekennzeichnet von einer bildhaften Sprache mit nachdenklichem Unterton. Veits lyrische Werke schaffen es gekonnt, den Leser in einzelne Momente oder Handlungen des Textes zu führen. Dabei sind oft bildhafte Sprache und das Provozieren einer inneren Reise die Mittel seiner lyrischen Umzusetzung. Nicht selten entstehen so ganze Gedichtreihen, welche zum Beispiel in einer Bühnenaufführung (siehe: die Stücke von "Veu-R - Das Feuertheater), einem szenischen Leseabend oder für Videokunst (siehe: Devils Dept) interpretiert dargestellt werden.
Das belletristische Werk von Veit Keller sei erst als zweites genannt. Genau wie bei Veits Lyrik, finden sich auch in seinen Romanen, Kurzgeschichten und Essays viele "wortmalerische" Elemente wieder. Sie ermöglichen dem Leser, sich selbst einen Eindruck von Orten und anderen Sachen, als auch Personen, zu machen und sind überwiegend nicht vorinterpretiert. Die Romane sind zumeist mit einem fantastischen Sujet besetzt, was jedoch nur selten auf die Kurzgeschichten und andere Prosa von Veit zutrifft. Diese spielen viel öfter in einem realistischen und zeitgenössischen Rahmen (siehe: Literaturblog).

Die Literatur von Veit Keller findet sich in fast jedem Projekt der Veit-Factory, außer der Malerei, und ist somit in seiner Gänze nur schwer zu erfassen oder zu definieren. Auch hier ist es sinnvoll, jeden Text für sich stehend im Kontext zu betrachten, als vorab Schlüsse zu ziehen oder Erwartungen zu tätigen. Jedes Programm und jeder Beitrag hat seinen eigenen Arbeitsprozess und seine eigene Botschaft.
 

 
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